Das Perantucci Konzept

Perantucci Mundstücke bieten eine große Vielfalt an Rand‑ und Kesselkombinationen, welche die Erfüllung jeder erdenklichen Klangvorstellung erlauben. Sie sind auf das breite Angebot der verschiedenen Instrumentenhersteller abgestimmt, um leichtes, sicheres Spiel zu gewährleisten.

Perantucci Mundstücke sind auf die Bedürfnisse moderner und fortschrittlicher Musiker abgestimmt und bieten einen großen, prachtvollen Klang, eine ausgeglichene Ansprache und sehr gute Intonation in allen Lagen.

Perantucci Mundstücke sind ein echter Fortschritt im Blechblasinstrumentenbau, da sie bisher noch nicht dagewesene Klang‑, Register- und Dynamikmöglichkeiten bieten.

 

Allgemeine Konstruktionsmerkmale der Mundstücke

– Volle, gut ausgearbeitete Kessel. Grundsätzlich wird die Kegel-, die Trichter oder die Birnenform nach Bedarf angewendet um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen.
– Offene Seelen- bzw. Schafbohrungen, um ein großes Klangvolumen zu ermöglichen.
– Schmale, angepasste Ränder, welche ursächlich für die richtige Ansprache sind, wofür Perantucci Mundstücke in aller Welt geschätzt werden und  auch einen klaren Ton und
   große Beweglichkeit bieten.
– Die Maßverhältnisse (Dimensionen) sind mit Kesselinnenweiten zwischen  31,00 mm und 33,70 mm auf das jeweilige Modell abgestimmt, um leichte Spielbarkeit, hohe
    Wirtschaftlichkeit und dem problemlosen Wechsel zwischen F/Es und C/B-Tuben zu ermöglichen.

Rand:
Die Schnittstelle zwischen Bläser und Instrument ist die Fläche, mit der man sich am ehesten identifiziert. Die Gestaltung des Randes bestimmt welche Teile des Gesichts vibrieren, die Klarheit der Ansprache und die Ausdauer. Ein scharfer Rand bringt eine schnelle Ansprache mit sich, kann aber die Ausdauer negativ beeinflußen. Es gibt symmetrische Ränder, also nach innen und nach aussen gleichmäßig abgerundet mit der Kontaklinie in der Mitte, aber auch welche die innen scharf und nach aussen hin abgerundet sind. Diese Eigenschaft bestimmt die Kontaktlinie, oder den Ansetzpunkt. Scharfe Innenränder ergeben eine genaue Ansprache und deutliche Artikulation = “Ta”, abgeschrägte Innenränder dafür eine weichere Artikulation = “Da”. Schmale Ränder bieten
 
ebenfalls Vorteile beim Übergang vom leisen zum lauten Ton. Die gut definierte Kontaktlinie bleibt dem Bläser bewußt. Man kann ebenfalls schmale Ränder so gestalten, daß die Anpreß- fläche nach aussen hin mit zunehmender Lautstärke größer wird. Gute Ausdauer ist hier das Ergebnis.
Die Bohrung: 
Ist der wichtigste Regler des Luftverbrauches. Ferner bestimmt sie die Grenze der Lautstärke und einen gefälligen Ton. Kleinere Bohrungen ergeben eine gute Kontrolle der Intonation, größere ermöglichen einen weiteren Dynamikbereich. Die Länge der Seele beeinflußt die Stabilität der Intonation und den Klang. Eine kurze Seele ermöglicht mehr Klangfarben und Flexibilität, dafür weniger Steuerung der Intonation.
Die Hinterbohrung spielt bei Tubamund- stücken eine weniger wichtige Rolle als bei der Trompete. Die Relativlänge ist z.B. um ein vielfaches geringer. Jedoch spielt bereits eine geringe Winkeländerung eine bedeutende Rolle in der Gesamtgestaltung eines Mundstücks.
 
 
 
 
 
Kesselbreite: 
Diese Dimension bestimmt im wesentlichen die Fülle des Klangs. Unsere Mundstücke sind so weit wie möglich gestaltet, um der Ansatzmuskulatur Platz zu geben und das Spielen auf eine größtmögliche Lippenfläche zu verteilen. Hierduch erreicht man mehr Klangvolumen und eine leichtere Ansprache. Breite Kessel dienen ebenfalls der Flexibilität. Zu breite Kessel neigen zur Instabilität, man verliert die Kontrolle über die Tongebung. Die Grundstimmung des Instruments tendiert nach unten, die Ansprache in der Höhe wird erschwert. Diese Eigenschaften entstehen weniger aus der Innenbreite als von dem dadurch resultierenden höheren Kesselvolumen.
Kesseltiefe: 
Tiefe Kessel zeigen ähnliche Eigenschaften wie weite. Die Tonfülle wird erhöht, die tiefe Lage wird höher und die Höhe eher sicherer, da die Ansprache in dieser Lage gestärkt wird. Man kann auf diese Eigenschaften durch eine größere Hinterbohrung Einfluß nehmen. Eine Vergrößerung der Bohrung wirkt eher mäßig, von der Tatsache abgesehen, daß die Ansprache über einen größeren Umfang erschwert wird. Ferner wird die hohe Lage wegen des geringeren Luftwiderstands schwerer. Eine Verlängerung der Seele führt dazu, daß die hohe Lage tiefer und der Blaswiderstand in dieser Lage größer wird. Die Ansprache in der Mittel- bzw. tiefen Lage wird leichter, obwohl der Ton zur Helligkeit neigen kann.
Kesselform: 
Allgemein kann man Kesselformen in Trichter-, Kegel- und Birnenform einteilen. Für Perinetinstrumente eignet sich die Trichterform sehr gut, während die Kegelform für Zylindertuben empfehlenswert ist. Der Trichterkessel ergibt einen eher dunklen Ton und eine weiche Artikulation. Der Klang wird bei zunehmender Lautstärke kerniger. Die Kegelform spricht stets genau an und gibt dem Ton bereits bei mittlerer Lautstärke einen Kern. Mit zunehmender Lautstärke wird der Ton heller.
Trichtermundstücke klingen in der Höhe eher weich und benötigen mehr bläserischen Aufwand in dieser Lage. Kegelmundstücke sind für weitmensurierte, vor allem Zylindertuben vorzuziehen. Die Birnenform ermöglicht verschiedene Kombinationen der oben erwähnten Eigenschaften.